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Diabetes Typ 1 vs. Diabetes Typ 2

Bei Diabetes handelt es sich um eine Krankheitsfamilie, die eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse gemeinsam hat. Auch wenn es zwischen Diabetes Typ 1 und 2 gewisse Ähnlichkeiten gibt, unterscheiden sich jedoch im Hinblick auf die Ursachen, die Präventionsmöglichkeiten und die Behandlung stark. Hier ein paar hilfreiche Erklärungen.

Die Anzeichen für Diabetes Typ 1 und 2

Entgegen einer verbreiteten Vorstellung treten die beiden Diabetestypen nicht in der gleichen Lebensphase auf. 

Diabetes Typ 1

Diabetes Typ 1 betrifft nachweislich in erster Linie Kinder: Die ersten Symptome wie ein starkes Durstgefühl, plötzlicher Gewichtsverlust sowie häufiges Wasserlassen machen sich beim Kind in einem Zeitraum von weniger als ein paar Wochen bemerkbar. Ohne Behandlung verschlimmern sich diese Symptome mit der Zeit. Das an Diabetes Typ 1 erkrankte Kind kann an Appetitlosigkeit oder an häufigem Erbrechen sowie an Sehstörungen leiden.

Diabetes Typ 2

Erwachsene sind dagegen häufiger von Diabetes Typ 2 betroffen: Bei 80% der Betroffenen wird dieser Diabetestyp nach Angaben des französischen Diabetikerverbands (Fédération Française des Diabétiques) im Alter von über 40 Jahren diagnostiziert. Die Symptome werden oft nicht erkannt und die Diagnose erfolgt daher häufig erst spät. So kann ein an Diabetes Typ 2 leidender Erwachsener etwa Anzeichen wie ungewöhnlich häufiges Wasserlassen oder Sehstörungen bemerken. Im Rahmen von Diabetes Typ 2 können Betroffene ebenfalls von Juckreiz im Genitalbereich oder von einer gestörten Wundheilung betroffen sein. Auch Wundinfektionen treten häufig auf.

Die Ursachen der verschiedenen Diabetestypen

Diabetes wird zwar immer von einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse verursacht, er äußert sich aber je nach Diabetestyp auf unterschiedliche Art und erfordert eine an den Typ angepasste Behandlung.

Die Ursachen von Diabetes Typ 1

Bei Diabetes Typ 1 wird die Glukose vom Organismus nicht mehr aufgenommen und sammelt sich im Blut des Patienten an. Als Ursache gilt das allmähliche Verschwinden der Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, das einen Insulinmangel im Organismus auslöst. Patienten mit Diabetes Typ 1 müssen Insulin spritzen, um diesen Mangel auszugleichen, sie werden daher als „insulinabhängig“ bezeichnet.

Die Ursachen für Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2 ist ebenfalls durch einen Insulinmangel gekennzeichnet: Er lässt sich durch zwei verschiedene Ursachen erklären. Im Fall der Insulinresistenz ist die Antwort der Zellen und des Gewebes auf Insulin herabgesetzt: Geht sie mit einer Verminderung der Kapazitäten zur Insulinausschüttung einher, führt sie zur Entstehung von Diabetes Typ 2. Insulinopenie wiederum entsteht durch eine Anomalie der Insulinausschüttung in der Bauchspeicheldrüse, die zu einer Erschöpfung dieses Organs führt, das es nicht mehr schafft, die benötigte Menge Insulin herzustellen.

Sind beide Diabetestypen vererbbar?

Genetische Veranlagung spielt nach Angaben des französischen Diabetikerverbands (FFD) bei der  Entwicklung beider Diabetestypen eine wichtige Rolle.

Die Erblichkeit von Diabetes Typ 1

Im Falle von Diabetes Typ 1 spielen die Gene dem FFD zufolge  zwar eine Rolle, das Risiko der Vererbung von den Eltern ans Kind ist aber deutlich geringer. So entwickelt ein Kind im Durschschnitt mit einer Wahrscheinlichkeit von 6% Diabetes Typ 1, wenn ein Elternteil von der Krankheit betroffen ist. Leiden beide Eltern an Diabetes Typ 1, entwickelt das Kind in 30% der Fälle eine Insulinabhängigkeit.

Die Erblichkeit von Diabetes Typ 2

Leiden beide Eltern an Diabetes Typ 2, hat das Kind eine Wahrscheinlichkeit von 70%, die Krankheit ebenfalls zu entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit sinkt allerdings auf 40%, wenn nur ein Elternteil betroffen ist.

Die Faktoren, die dem FFD zufolge die Entstehung vovn Diabetes Typ 1 und 2 begünstigen können.

Folgende äußere Ursachen können dem FFD zufolge die Entstehung von Diabetes Typ 1 und 2 begünstigen. 

Diabetes Typ 1

Im Fall von Diabetes Typ 1 hat das Kind eine höhere Wahrscheinlichkeit, insulinabhängig zu werden, wenn es sich nicht ausgewogen ernährt und wenn es in den ersten Lebensmonaten nicht gestillt wird. 

Diabetes Typ 2

Da Diabetes Typ 2 vorwiegend im Erwachsenenalter auftritt, spielt die Lebensweise bei der Vorbeugung der Krankheit eine zentrale Rolle. Faktoren wie Übergewicht oder Fettleibigkeit, Bewegungsmangel und Cholesterin stehen bei Erwachsenen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Entstehung von Diabetes Typ 2.

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