WillkommenDer Pep2Dia® BlogWie kann man Prädiabetes auf natürliche Weise aufhalten?

Wie kann man Prädiabetes auf natürliche Weise aufhalten?

Eine Reihe von Anzeichen und Symptomen wie Müdigkeit oder Gewichtszunahme gehen der Entstehung von Diabetes Typ 2 voraus. Diese werden als Prädiabetes bezeichnet. Ein anormal erhöhter Blutzucker, bei dem jedoch noch nicht von Diabetes gesprochen werden kann (der also zwischen 1 und 1,26 g/l liegt) ist eines der aussagekräftigsten Anzeichen für diese Vorstufe der Erkrankung. Dem Organismus fällt es in diesem Fall zunehmend schwer, den Blutzuckerspiegel zu senken. Im Gegensatz zu Diabetes ist Prädiabetes aber reversibel. Mithilfe von geeigneten Maßnahmen ist es möglich, den Blutzucker wieder auf ein „normales“ Niveau zu senken und der Entstehung von Diabetes vorzubeugen. Hier ein Überblick über die verschiedenen Maßnahmen, die Prädiabetes auf natürliche Weise aufhalten können.

Die Lebensmittel, die Sie bevorzugen sollten

Einer der Hauptfaktoren für Prädiabetes ist eine ungesunde Ernährung. Es gilt also vor allem, seine Ernährung umzustellen.

Zunächst ist es von entscheidender Bedeutung, Lebensmittel zu bevorzugen, die einen niedrigen glykämischen Index haben und deren Zucker also langsam ins Blut übergehen. Dies ermöglicht es, Blutzuckerspitzen zu vermeiden, die eine oft weniger wirksame Reaktion des Organismus zur Folge haben. Gemüse, Vollkornprodukte (Roggen- oder Dinkelmehl) oder Hülsenfrüchte sind hier eine gute Wahl. 

Auch der Verzehr von Fisch kann dazu beitragen, eine normale Insulinempfindlichkeit wiederzuerlangen und so den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren, die man in Sardinen, Hering, Makrele, Thunfisch oder Lachs in großen Mengen vorfindet, machen es möglich. Omega-3-Fettsäuren kommen auch in bestimmten pflanzlichen Ölen wie Leinöl oder Nussöl vor.

Der Verzehr von Präbiotika (Artischocken, Lauch etc.) wiederum trägt dazu bei, die Darmflora zu verbessern und die Aufnahme von Zucker im Organismus bei der Verdauung zu reduzieren.

Bestimmte Lebensmittelprodukte meiden

Gleichzeitig geht es natürlich auch darum, bestimmte Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen, da sie sehr kalorienreich sind oder den Blutzucker steigen lassen. Dazu gehören etwa Kartfoffeln, Produkte auf Weißmehlbasis und bestimmte Gemüsesorten (etwa gekochte Karotten und Pastinaken) usw.

Der Hauptfeind eines gut eingestellten Blutzuckers sind aber industriell verarbeitete Lebensmittel und „Junk Food“ wie Hamburger und Pizzas aus Fast-Food-Restaurants oder Fertiggerichte zum Aufwärmen. Sie enthalten sämtlich Zuckerderivate (Maissirup, Glukosesirup etc.), die für Leber und Bauchspeicheldrüse sehr schädlich sind.

Ebenso gilt es, den Verbrauch gewisser Speisefette (Omega-6, tierische Fette) einzuschränken und „versteckte“ Zucker (etwa in Soßen) zu meiden.

Bewegung und Gewichtsabnahme

Prädiabetes ist in gewissem Sinne das Ergebnis eines Teufelskreises, der mit einem zu hohen Blutzuckerspiegel einhergeht. Einfach ausgedrückt: Wenn die Bauchspeicheldrüse zu viel zur Insulinproduktion beansprucht wird, erschöpft sie sich und verliert an Effizienz. Es schaltet sich dann die Leber ein, die die Glukose speichert, wo es möglich ist: in Form von Bauchfett und viszeralem Fettgewebe. Diese Fetttypen erweisen sich nun jedoch als insulinresistenter als andere und sind daher auch eher in der Lage, langfristig Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 auszulösen.

Sie erhalten also die Insulinresistenz aufrecht, was den Blutzucker weiter ansteigen und den Teufelskreis anhalten lässt.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, diesem Bauchfett den Kampf anzusagen. Regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen, Schwimmen oder Fahrradfahren kann dabei helfen, die im Blut vorhandene Glukose zu „verbrennen“, das Fettgewebe im Organismus zu reduzieren und die Insulinempfindlichkeit der Muskeln zu erhöhen.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bereits der Verlust von 5 bis 7% Bauchfett das Risiko für Diabetes um 50% senken kann.

Mit dem Rauchen aufhören, Alkohol meiden und Stress reduzieren

Tabak und Alkohol sind endogene Faktoren, die eindeutig als erschwerende Faktoren bei Prädiabetes erkannt worden sind. Nikotin und Tabak hemmen die Effizienz des Insulins und der im Alkohol enthaltene Zucker trägt zum Anstieg des Blutzuckers bei.

Daneben kann auch Stress, der mit der Ausschüttung von Hormonen wie Adrenalin und Kortisol einhergeht, zur Insulinresistenz beitragen. Indem Sie mit Stress verbundene Situationen meiden oder diesen besser bewältigen lernen können Sie ebenfalls positiv auf ihren Prädiabetes Einfluss nehmen. 

Viel Wasser trinken

Wasserlassen ist ein wirksames Mittel, um die im Organismus vorhandenen Toxine zu eliminieren. Um gegen Prädiabetes anzugehen, empfiehlt es sich, im Sinne der Blutzuckerregulation gesüßte Getränke zu meiden und lieber zu Wasser zu greifen.

Es ist also durchaus möglich, das Steuer herumzureißen und Prädiabetes mit ganz natürlichen Methoden zu behandeln. Es gilt vor allem, auf eine gesunde Ernährung umzustellen, sich regelmäßig zu bewegen und auf seine Lebensweise zu achten.

https://www.joslin.org/find-an-expert/osama-hamdy
https://www.diabete.qc.ca/en/understand-diabetes/all-about-diabetes/types-of-diabetes/prediabetes/
https://www.diabete.qc.ca/en/living-with-diabetes/diet/food-and-nutrients/les-acides-gras-omega3/
https://www.diabete.qc.ca/en/living-with-diabetes/diet/

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