Diabetes Typ 2: Die Rolle der Ernährung

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Auch wenn die genetische Veranlagung bei der Entwicklung von Prädiabetes und Diabetes eine wichtige Rolle spielt, geht sie mit anderen Bedingungen einher. Dazu gehört der unter den Menschen seit Jahrzehnten verbreitete Lebensstil, der zu einer Explosion der Diabetesfälle führt.

Bewegungsmangel sowie eine zu zucker- und fettreiche Ernährung führen zu Übergewicht und Fettleibigkeit. Diese beiden Faktoren begünstigen wiederum das Auftreten von Diabetes Typ 2.  Deshalb empfehlen Ärzte, mit einigen praktischen Maßnahmen gegen diese umweltbedingten Gewohnheiten anzugehen.

Diabetes Typ 2, die, « Krankheit des Jahrhunderts »

Keine andere nichtinfektiöse Erkrankung verbreitet sich in der Welt so schnell wie Diabetes. Auf dem heutigen Stand sind 460 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. Setzt sich diese Wachstumstendenz fort, so werden bis 2050 700 Millionen Diabetiker  die Erde bevölkern. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lässt sich ein rasanter Anstieg der Fälle feststellen, der mit einer Änderung unserer Lebensweise zusammenhängt. Das Phänomen des „Junk-Foods“,  also der Konsum  fett- und zuckerreicher Lebensmittel, war an der Verbreitung von Diabetes in unserer Gesellschaft stark beteiligt.

« Einer von 10 Franzosen ist Diabetiker »
– ceed-diabete.org : Les chiffres du diabète

Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung statt « Diät »

Die Frage der Ernährung spielt bei der Behandlung von Diabetes Typ 2 eine wichtige Rolle. Lange Zeit hat die Medizin Diabetespatienten eine strenge Diät verordnet. Studien haben aber gezeigt, dass die EInhaltung einer Reduktionsdiät letztlich keinen Gewinn für die Gesundheit bringt. Eine von Diabetes Typ 2 betroffene Person bedarf vielmehr ebenso wie eine gesunde Person einer ausgewogenen Ernährung.

Dabei sollten in jeder Mahlzeit alle  Lebensmittelgruppen enthalten sein. Gewisse Ernährungsprinzipien müssen beachtet und bevorzugt werden, um einen Diabetes Typ 2 im Körper zu mildern.

Eine ausreichende Nährstoffzufuhr ist unentbehrlich für den Organismus

Unser Körper funktioniert dank der täglichen Zufuhr an Nährstoffen. Sie setzen sich aus Eiweiß, Fetten und Kohlenhydraten zusammen und werden über den Blutkreislauf vom Körper aufgenommen. Zwar sind sie alle lebensnotwendig, die beiden letzteren Gruppen müssen im Fall von Diabetes Typ 2 aber stärker überwacht werden.

Kohlenhydrate

Bei Kohlenhydrate handelt es sich um Zucker. Man kann sie in zwei Gruppen unterteilen:

  • Einfachzucker,die natürliche Zucker (Obst) und verarbeitete Produkte auf Zuckerbasis (Gebäck, Softdrinks, Desserts etc.) umfassen
  • Mehrfachzucker, die vor allem in stärkehaltigen Lebensmitteln, Getreide und Hülsenfrüchten enthalten sind

Einfachzucker gehen schnell ins Blut über und werden dort in Energie umgewandelt. Die ballaststoffreichen Mehrfachzucker dagegen verbleiben länger im Organismus und haben einen niedrigen glykämischen Index. Bei der Behandlung von Diabetes Typ 2 sollten daher unbedingt Mehfachzucke bevorzugt werden.

Fette

Auch Fette kommen in verschiedenen Formen vor:

  • ungesättigte Fettsäuren, wie sie in pflanzlichen Lebensmitteln und in bestimmten fetten Fischen wie Hering, Sardine oder Lachs zu finden sind
  • gesättigte Fettsäuren tierischen Ursprungs (Butter, Käse, Fleisch, Eier)

Die ungesättigten Fettsäuren enthalten Omega-3, das zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt. Die andere Kategorie dagegen erhöht das Cholesterin und stellt damit eine die Blutgefäße schädigende Fettzufuhr dar.

Eiweiß

Proteine haben keine Auswirkung auf den Blutzucker. Sie können die Bewältigung von Diabetes Typ 2 sogar begünstigen, etwa durch ihre hungerstillende Wirkung.

Ihr Verzehr hat eine sättigende Wirkung auf den Organismus. Sie tragen somit dazu bei, den Appetit zu zügeln, Zwischenmahlzeiten zu vermeiden und möglicherweise abzunehmen.

La pyramide alimentaire

Eine ausgewogene Mahlzeit

Eine an Diabetes Typ 2 erkrankte Person sollte wie jeder Mensch sicherstellen, dass sie sich abwechslungsreich und ausgewogen ernährt. Langsam zu essen und sich die Zeit zum Kauen zu nehmen ist ebenfalls unverzichtbar. In jeder der drei Mahlzeiten des Tages sollten alle Lebensmittelgruppen enthalten sein. Ein Diabetiker sollte aber lernen, Lebensmittel ihrem glykemischen Index entsprechend zu bevorzugen. Eine ausgewogene Mahlzeit lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • eine Portion Rohkost (Obst oder Gemüse)
  • eine Portion Fleisch, Fisch, Ei
  • eine Portion stärkehaltige Lebensmittel
  • eine Portion gekochtes Gemüse
  • ein Milchprodukt (tierisch oder pflanzlich)
  • eine Portion Fett mit hohem Gehalt an Omega-2-Fettsäuren (Öl, Ölsaaten)
  • Wasser

* www.foodinaction.com : La Pyramide Alimentaire 2020: plus équilibrée et plus durable

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