Die Rolle der Bewegung im Kampf gegen Diabetes

WillkommenPrädiabetesRolle der Bewegung

Bewegungsmangel  ist der Weltgesundheitsorganisation zufolge weltweit der viertgrößte Risikofaktor für vorzeitigen Tod. Er ist allein die Hauptursache von 27% der Diabetesfälle.

Regelmäßige sportliche Betätigung wirkt sich günstig auf sämtliche Krankheiten aus. Patienten mit Prädiabetes hilft es, die Erkrankung an Diabetes Typ 2 hinauszuzögern oder zu verhindern.

Der gesundheitliche Nutzen von Sport

Genau wie eine ausgewogene Ernährung trägt auch regelmäßige Bewegung zur Erhaltung der Gesundheit bei. Zur Diabetesprävention und -behandlung erweist sich eine tägliche körperliche Belastung als unverzichtbar. 

« 2045 werden 700 Millionen Menschen an Diabetes leiden »
– www.idf.org : Diabetes facts & figures

Sport zeigt bei der Vorbeugung von Diabetes Typ 2 zahlreiche positive Effekte:

  • sportliche Betätigung lässt den für die Insulinresistenz verantwortlichen Körperfettanteil sinken und den Anteil an fettfreier Masse steigen
  • tägliche körperliche Belastung erhöht die  Insulinempfindlichkeit des Organismus
  • regelmäßige körperliche Aktivität trägt zu einer besseren Bewältigung des Blutzuckerspiegels bei
  • Sporttreiben senkt den Blutdruck, das Cholesterin und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Körperliche Betätigung schützt die Gesundheit bei Prädiabetes, indem sie

  • das Risiko, Diabetes Typ 2 zu entwickeln, schon durch 30 Minuten Gehen oder Radfahren dreimal die Woche um die Hälfte senkt
  • der Gewichtszunahme entgegenwirkt
  • den Blutfettanteil senkt und zugleich das „gute“ Cholesterin erhöht

* ceed-diabete.org : SPORT

Tägliche körperliche Betätigung senkt den Blutzuckespiegel

Sportliche Betätigung kann einem Prädiabetiker helfen, Energie und damit Glukose zu verbrauchen. Der Organismus mobilisiert zunächst die im Blut gebundene Glukose, dann das in den Muskelreserven gespeichete Glucogen. Dies lässt den Blutzucker auf natürliche Weise sinken.

Eine moderate körperliche Aktivität erweist sich bei einem Prädiabetiker oder Diabetiker als effizienter als eine intensivere Variante, sofern sie von einer ausgewogenen Ernährung ergänzt wird. Intensives Training verbrennt dagegen mehr Glukose als Fett. Sie hat daher nur eine vorübergehende Wirkung auf den Blutzucker. Ein moderateres Training begünstigt die Aufnahme von Glukose durch die Zellen der Muskeln und Organe.

* doi.org : Resistance-based interval exercise acutely improves endothelial function in type 2 diabetes

Welche Art von Training sollte bei Prädiabetes oder Diabetes bevorzugt werden?

Sportliche Betätigung kann verschiedene Formen annehmen. Jede Form der Bewegung wie der tägliche Fußweg zur Arbeit, Laufen oder Radfahren wirkt sich positiv aus.

Wenn man an Prädiabetes oder Diabetes leidet, können einem zahlreiche phyische und psychische Hindernisse den Spaß daran verderben, mit dem Sport anzufangen. Daher gibt es für Prädiabetiker und Diabetiker spezielle Kurse, iin denen sie ein individuell angepasstes Bewegungsprogramm erlernen können.

Es ist nie einfach, wieder mit der körperlichen Betätigung anzufangen, nicht einmal für gesunde Menschen. Ein paar Tricks können helfen, sich im Idealfall wieder auf eine weniger bewegungsarme Lebensweise einzulassen: 

  • kurze Strecken zu Fuß zu gehen oder Fahrrad fahren, statt das Auto zu nehmen
  • Treppen steigen, statt den Aufzug zu nehmen
  • öfter gärtnern
  • länger mit dem Hund Gassi gehen usw.

In der Praxis sollte man bei Diabetes oder Prädiabetes  jeden Tag mindestens 30 Minuten lang eine milde körperliche Betätigung wie Gehen einplanen. Wenn sich der Organismus an die Bewegung gewöhnt hat, kann nach einiger Zeit eine moderate sportliche Betätigung von 150 Minuten pro Woche anvisiert werden. 45 Minuten Gehen entsprechen dabei 30 Minuten Fahrradfahren und 20 Minuten Laufen.

Achtung: Ein Diabetiker muss seine Kohlenhydratzufuhr und seine Insulintherapie anpassen, bevor er eine sportliche Betätigung aufnimmt. Es geht darum, einer möglichen Unterzuckerung vorzubeugen.

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